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«Öko-Test»: Magnesium-Präparate sind oft unnötig


Bild: Monika Skolimowska/dpa/dpa-tmn

Im Handel gibt es viele Magnesium-Präparate, insbesondere für Sportler, Schwangere oder Senioren. Diese Nahrungsergänzungsmittel versprechen unter anderem, Muskelkrämpfen vorzubeugen oder den Schlaf zu fördern.

Kein Wunder: Der Körper braucht Magnesium. Der Mineralstoff ist unter anderem für unsere Knochen wichtig sowie die Funktion von Muskeln und Nerven. Doch was bringen solche Nahrungsergänzungsmittel wirklich?

«Öko-Test»: Jedes zweite Produkt überdosiert

Die Zeitschrift «Öko-Test» (06/2026) hat 28 reine Magnesium-Präparate untersucht. Die Kosten lagen zwischen 2 Cent und 1,25 Euro pro empfohlener Tagesdosis.

Das Ergebnis: Jedes zweite Produkt war aus Sicht der Tester überdosiert - da es über der Tagesdosis von 250 Milligramm Magnesium lag, die das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt. 

Einige Produkte enthielten zudem unerwünschte Zusatzstoffe, wie synthetisch hergestellte Süßstoffe. Diese stehen im Verdacht, sich ungünstig auf Mikroorganismen im Darm sowie den Blutzuckerspiegel auszuwirken. Auch Verdichtungsmittel und Emulgatoren wurden gefunden.

Fazit: Statt die Magnesium-Präparate mit Testnoten zu bewerten, stuft «Öko-Test» alle als «unnötig» ein und vergibt diesmal nur drei Farben - abgestuft je nach Zusatzstoffen, Dosierung und Anzahl an Mängeln:

  • 6 Präparate sind gelb markiert
  • 13 Präparate hellrot 
  • 9 Präparate dunkelrot

Warum stuft «Öko-Test» die Mittel als «unnötig» ein?

Aus Sicht von «Öko-Test» brauchen gesunde Menschen in der Regel keine extra Magnesium-Präparate, wenn sie sich ausgewogen ernähren. Gute Magnesium-Lieferanten sind etwa:

  • Nüsse
  • Vollkornprodukte
  • Blattgemüse
  • Fisch
  • Milch
  • Mineralwasser
  • dunkle Schokolade

Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) schreibt: «Ein Magnesiummangel ist bei einer ausgewogenen Ernährung bei stoffwechselgesunden Personen relativ selten.» Bislang gebe es auch «keine konsistenten Hinweise auf einen Mehrbedarf an Magnesium während des Stillens» oder für Schwangere. 

Welche Ausnahmen gibt es?

Liegt eine Stoffwechselstörung, kann die Einnahme von Magnesium laut «Öko-Test» sinnvoll sein. Man sollte solche Präparate jedoch nie ohne Rücksprache mit seinem Arzt oder seiner Ärztin einnehmen. Besonders Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion könnten solche Präparate sonst sogar schaden.

Zu viel Magnesium könne bei manchen Erwachsenen auch zu Durchfall führen - laut Verbraucherzentrale ist dies schon ab einer Magnesiumzufuhr von 300 Milligramm pro Tag möglich. Auch Übelkeit oder Erbrechen könnte drohen und in Extremfällen kardiovaskuläre Symptome - sprich Herz-Kreislauf-Probleme verursachen, schreibt «Öko-Test» mit Hinweis auf Angaben der DGE.

Und hilft Magnesium gegen Wadenkrämpfe?

Das ist bislang laut «Öko-Test» nicht wissenschaftlich belegt. Die Empfehlung: regelmäßige Dehnübungen. Und ausreichend Trinken nicht vergessen. Denn auch Flüssigkeitsmangel kann unter anderem zu Wadenkrämpfen führen. Weitere Ursachen könnten falsches Schuhwerk oder eine Überforderung der Muskeln sein.


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(28.05.2026)


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